Projektgruppentreffen 2010 - Verbreitungsatlas Libellen

Treffen der GdO - Projektgruppe und der Landeskoordinatoren für den Deutschlandatlas der Libellen in Bitterfeld/Holzweißig, Sachsen-Anhalt, 24. bis 26. September 2010

Es wird nun Zeit, dass wir auch an dieser Stelle über die Ergebnisse des 4. „Atlas-Treffens“ berichten.

Falko Heidecke organisierte unser Treffen. Ihm sei an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön im Namen der GdO für die Ausrichtung des Treffens und die Exkursion in die Goitzsche gesagt. Letztere war trotz der widrigen Witterung sehr interessant. Die 12 Teilnehmer absolvierten wieder ein intensives Arbeitsprogramm.

Sachstand der Datensammlung

Nach erfolgter Datenübergabe durch die Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg ergibt sich ein Datenstand von 876.304 Datensätzen.
Hanns-Jürgen Roland berichtet über die Heterogenität und die Schwierigkeiten der Vereinheitlichung der Datensätze, um minimale Informationen daraus selektieren zu können. Er bittet darum, Daten wenn möglich im dbase-Format und nicht als Excel-Dateien zu übergeben.

Über die Datenverfügbarkeit der Daten aus Sachsen-Anhalt gibt es noch keine endgültige Klärung.

Zur Darstellung der Phänologie werden für jede Art Phänogramme entwickelt, die über die drei Zeiteinheiten

  • Bis 1980
  • 1981 bis 1995
  • 1996 bis 2010

und für Nord- und Süddeutschland getrennt Flugzeiten darstellen. Hierfür werden aus dem Artdatensatz jeweils früheste und letzte Beobachtung für die o.g. Einheiten ermittellt. Larvenfunde gehen in diese Auswertung nicht mit ein! Exuvienfunde sind auf ihre Verwertbarkeit kritisch zu prüfen.

Zu Norddeutschland werden folgende Bundesländer zugeordnet:

Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Brandenburg, Berlin, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt.

Zu Süddeutschland werden folgende Bundesländer zugeordnet:

Saarland, Rheinland-Pfalz, Hessen, Thüringen, Sachsen, Baden-Württemberg, Bayern.

Diese Bearbeitung erfolgt durch die Artbearbeiter. Bis zur GdO-Tagung in Lübeck wird hierzu eine Handreichung erarbeitet.

Die Erstellung von Höhenverbreitungs-Diagrammen entfällt. Die Höhenverbreitung wird im Arttext verbal unter Angabe von Extremwerten der maximalen Höhe mit Angabe zur Bodenständigkeit erfolgen (Kapitel „Verbreitung“, Unterkapitel „Höhenverbreitung“).

Für die Übergabe der Artdaten bereitet Hanns-Jürgen Roland Arbeitskarten zur Artverbreitung und eine Karte mit Übersicht der Arten pro MTB vor sowie eine Karte mit zeitlicher Zuordnung der Funde nach unseren drei Zeiteinheiten.

Termine:

Noch im Oktober werden alle Artbearbeiter angefragt, ob ihre Bereitschaft weiter bestehen bleibt. Sollte es danach Arten geben, die noch keinen Bearbeiter haben, werden zur GdO-Tagung in Lübeck für diese Arten Bearbeiter angefragt.

Die vorhandenen Artdaten werden im Zeitraum von Januar bis Februar 2011 an die Artbearbeiter digital übergeben. Im Ausnahmefall erfolgt die Übergabe per CD.

Die Bearbeitung erster Arttexte erfolgt bis Mitte Juni. Die fertigen und zwischen den Artbearbeitern abgestimmten Arttexte werden an den Projektleiter gesandt. Ich sammle bis zum nächsten Treffen im Sommer 2011 alle eingehenden Texte.

Die Landeskoordinatoren übergeben bis 31. März 2011 den letzten Datensatz einschließlich der integrierten Daten aus 2010. Hanns-Jürgen Roland bittet darum, pro Bundesland eine vollständige Datenbank, einschließlich der bereits gemeldeten Daten zu übergeben. Dies erleichtert seine Arbeit wesentlich, da er den Datensatz für das jeweilige Bundesland nur austauschen muss. Für den Fall, dass eine eindeutige Selektion der noch nicht gelieferten Daten eines Bundeslandes möglich ist, können auch nur diese Daten geliefert werden. Es ist dabei jedoch zu bedenken, dass zwischenzeitliche Änderungen in den Altdaten dann im Atlasprojekt nicht berücksichtigt werden.

Im Herbst 2011 wird dieser Datensatz den Artbearbeitern übergeben. Diese prüfen ihre bisherige Bearbeitung auf Grundlage der endgültigen Daten.

Erstellung und Layout

Die Arttexte werden auf dem nächste Treffen im August 2011 gesichtet und notwendige Überarbeitungen/Ergänzungen an die Artbearbeiter übermittelt. Für die Bearbeitung gelten die Manuskriptrichtlinien des aktuellen Libellula-Supplement-Bandes. Das Layout folgt den bisherigen Supplement-Bänden. Die Supplement-Reihe trägt den Titel „Die Libellenfauna Deutschlands“. Textgliederung und –umfang bleiben wie in den auf der Homepage bereits veröffentlichten Arttexten dargestellt. Das ergibt im Libellula-Format 2 ½ Seiten Text + ½ Seite Phänogramme + 1 Seite Verbreitungskarte.

Den Arttexten wird eine englische Summary voran gesetzt.

Die Landeskoordinatoren werden gebeten, alle Mitarbeiter (Vor- und Nachname ausgeschrieben) in einer Excel-Tabelle zusammen zu stellen und Hanns-Jürgen Roland zuzuarbeiten (bitte bis zur GdO-Tagung in Lübeck).

Falls möglich, soll für die bessere Interpretation der Verbreitungskarten eine Folie mit geografischen Infomationen erstellt werden.

Über den weiteren Sachstand wird, wie in den vergangenen Jahren auch, im Rahmen der GdO-Mitgliederversammlung im März 2011 in Lübeck zu berichten sein.

Das nächste Treffen ist im Sommer 2011 in Niedersachsen vorgesehen.

Für die Projektgruppe

Thomas Brockhaus



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